[Rezension] Amour Fantastique - Hüterin der Zeilen von Sarah Nisse




Preis: 4,99 €

Einband: E-Book

Seitenanzahl: 310

Altersempfehlung: ab 16

Meine Wertung: 5 Schmetterlinge

Reihe: /

Verlag: Carlsen DarkDiamonds

Will ich kaufen!






**Liebe, wie sie im Buche steht**
Ghostwriterin Lily Olivier hat die Gabe geerbt, schlechte Romane in wunderschöne Geschichten zu verwandeln. Grund dafür ist ihre magische Schreibfeder, mit der sie nun auch den miserablen Liebesroman von Millionärssohn und YouTuber Frédéric Leblanc überarbeiten und zu einem Kunstwerk machen soll. Doch als Frédéric sie schließlich auf frischer Tat bei der Arbeit erwischt, stellt er Lily eine Bedingung. Im Gegenzug für sein Schweigen verlangt der attraktive Junggeselle, die Hintergründe der Feder und die Mysterien von Lilys Familie aufzudecken. Und während die beiden dem Schlüssel zur Auflösung der verborgenen Rituale und Intrigen immer näher kommen, scheinen sie auch einander nicht mehr allzu fern zu sein…
(Quelle und Bildcopyright liegen bei Carlsen Dark Diamonds)


Das Cover trägt die Grundfarbe blau und einige schwarze Ranken kommen vom Rand aus ins das Bild rein. Das Gesicht einer blonden Frau hebt sich in der oberen Hälfte des Covers vom blauen Hintergrund ab und darunter befindet sich in einer schwarzen Kalligrafie, die aussieht, als sei sie wirklich von einer Feder geschrieben wurde, der Titel. Außerdem befindet sich eine kleine schwarze Schreibfeder auf dem Cover. Ich finde, das Cover ist durch die für Dark Diamonds eher untypische helle Farbe ein richtiger Hingucker und eins der schönsten Cover des Verlags.


Schon als ich zum ersten Mal den Klappentext gelesen habe, war mir klar: Ich brauche dieses Buch, denn diese magische Schreibfeder, die hätte ich selbst ganz gerne und ich war gespannt, wie Sarah Nisse die Geschichte um »Amour Fantastique« umgesetzt hat. Dazu ist noch gekommen, dass ich seit einier Zeit immer wieder mitbekomme, was für einen umwerfend schönen Schreibstil Sarah Nisse haben soll – Da dies mein erster Roman von ihr ist, konnte ich das vorher nicht beurteilen, aber jetzt kann ich es.

Und es ist wahr: Sarah Nisse hat einen wunderbaren Schreibstil, bildgewaltig, originell und sehr anschaulich, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Außerdem schreibt sie teils so poetisch, dass einem förmlich das Herz aufgeht und die Szenen sich im Kopf des Lesers wie ein kleiner Film abspielen. Die Kunst, so poetisch, romantisch und einfach nur schön zu schreiben, hat sie auf jeden Fall perfektioniert. (Muss mir jetzt auf der Stelle ihre anderen Bücher besorgen. 😉 )

In dem Buch geht es um Lily Olivier, die Hüterin der magischen Schreibfeder. Sie lebt mit ihrer Familie in einer Wohnung in Paris und aufgrund einiger »Differenzen« nicht bei ihrer Tante in der großen Villa der Familie. Da sie aber trotzdem für die Instandhaltung der Villa aufkommen müssen, muss Lily notgedrungen einen Lektoratsjob bei einem Verlag annehmen. Dieser möchte nämlich DEN Liebesroman von Frédéric Leblanc herausbringen, aber das Problem an der Sache ist: Der Roman ist grottenhaft schlecht. Das ist das der Moment, in dem die Feder zum Einsatz kommt.

Natürlich gefällt Frédéric gar nicht, was Lily aus seinem Buch gemacht hat und zack, damit hätten wir einen Konflikt. Dazu kommt noch, dass Lilys Tante gerade jetzt der Meinung ist, ihr zu schreiben, um sie aufzuklären, dass diese Feder eigentlich noch viel mehr kann als nur miserable Manuskripte zu verbessern und damit ist das Chaos dann perfekt.

Mehr möchte ich auch gar nicht verraten, aber eines ist klar: Dieses Buch ist so viel mehr, als es auf den ersten Blick erscheint. Es ist unglaublich romantisch und gleichzeitig gibt es Spannung, Drama und Intriden – und natürlich massenweise Geschichten. Die Liebe zu eben diesen ist das, was die Charaktere des Buches maßgeblich ausmacht und sicherlich für jeden Büchernerd sympathisch macht. Lily selbst glänzt durch Witz und Charme und sehr viel Mut, während Frédéric in meinen Augen der ruhigere, tiefgründigere von beiden ist. Die Mischung macht es einfach.

Die Geschichte ist an sich abgeschlossen, das heißt, es wird keinen zweiten Band geben, aber das muss es auch gar nicht, denn das Buch ist wirklich rund und so schön abgeschlossen, dass man als Leser am Ende nur noch ein seliges Lächeln auf den Lippen hat, bevor man den E-Reader ausmacht.


»Amour Fantastique«, die Geschichte einer fantastischen Liebe zu Geschichten und zwischen den Protagonisten. Herzzerreißend schön und absolut wundervoll.


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